kindergedichte u. Kinderlieder 

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INHALTSVERZEICHNIS

IN DER ECKE EINES FENSTERS (Gedicht)
WENN DU DIE KLEINE HAND MIR GIBST (Herman Hesse)
EIN KIND ERBLICKT DAS LICHT DER WELT(Gedicht)
DIE SCHRITTE( Gedicht von Albrecht Goes)
BARFÜSSLE(Lied)
BADEWETTER(Lied)
HIMPELCHEN UND PIMPELCHEN (Fingerspiel)
REGENWETTER (Lied)
DIE TAUSENDSCHÖNCHEN (Lied)
WO BIN ICH GEWESEN (Gedicht)
DAS BÜBLEIN AUF DEM EIS (Gedicht)
DER KLEINE WEIHNACHTSMANN( Lied)
WINTERS ANKUNFT (Gedicht)
IN EINEM KLEINEN APFEL (Lied)
DIE DREI SPATZEN (Gedicht)
DIHOLTER;DIPOLTER Gedicht)
ÜBERRASCHUNG (Gedicht)
DRAUSSEN WEHT ES BITTERKALT (Gedicht)
VON DRAUSS VOM WALDE (Gedicht
DENKT EUCH; ICH HABE DAS CHRISTKIND GESEHN (Gedicht)
SCHULANFANG (Gedicht)
DAS WUNDERHAUS (Gedicht)
ein Auszug aus Khalil Gibrans "Der Prophet" Kapitel "Kinder" ist.
KASPAR (Singspiel )
HAMPELMANN (Singspiel )
KINDER  (v. Bettina Wegener )
SCHNEEWITTCHEN   (Singspiel )
FRAU HOLLE   (Singspiel
DER KLEINE REGENWURM   ( Gedicht )
DER IGEL   (Lied )
DER STAR  ( Gedicht)
FLIEGENPILZE   (Lied )
2.Version ("Fliegenpilze)
WATSCHELENTE( Lied)
FRAU HUMMEL (Singspiel)
DER HAMPELMANN   (Gedicht )
BURATINO   (Russisches Lied )
VOM RIESEN TIMPETU(Stehgreifspiel)
ESKIMO   (Lied )
BEIM EINKAUF   (Gedicht )
DAS MALHEUR   (Gedicht )
DAS KRANKE KLÄRCHEN (lustiges Gedicht )
DIE MUTTER AN DER WIEGE   (v. Carl Loewe- Lied )
MEIN KÄTZCHEN (Gedicht)
VERGISS ES NIE (v. Jürgen Werth)
GEBURT (R.Mey)
FRITZCHEN (v.M.Freesche)
KLEINE MAUS (Gedicht)
FASCHING IM KINDERGARTEN (Gedicht)
GUTEN MORGEN (Lied)
VOM RIESEN TIMPETU( Stehgreifspiel)

Es war einmal ein kleiner Mann( Scherzlied)
 

 
Ladislaus und Annabella

von James Krüss (1926)


In der Ecke eines Fensters
Unten rechts im Warenhaus,
Sitzt die Puppe Annabella
Mit dem Bären Ladislaus.

Annabella weint und jammert,
Ladislaus, der grunzt und schnauft:
Weihnachtsabend ist gekommen,
Und die zwei sind nicht verkauft.

"Armer Bär!" seufzt Annabella,
"Arme Puppe" schluchzt der Bär.
Tränen kullern in die Ecke,
Und das Herz ist beiden schwer.

In dem leeren Warenhause
Löscht man langsam Licht um Licht,
Nur in diesem einen Fenster,
Da verlöscht die Lampe nicht

Voller Mitleid mit den beiden
Läßt der brave alte Mann
Von der Wach- und Schließgesellschaft
Diese Lampe an.

Dann verläßt er Annabella
Und den Bären , welcher klagt,
Und mit sehr gepreßter Stimme
"Lebewohl" und "Servus" sagt.

In der menschenleeren Straße,
Abendstill und schneeverhüllt,
Sind die beiden in dem Fenster
Ein betrüblich Jammerbild.

Traurig vor der großen Scheibe
Fallen Flocken, leicht wie Flaum,
Und im Haus gegenüber
Glänzt so mancher Lichterbaum

Zehn Uhr schlägts vom nahen Turme,
Und fast schlafen beide schon,
Da ertönt im Puppenhause
Laut das Puppentelefon.

"Hallo!" fragt der Bär verschlafen.
"Hier im Kaufhaus. Wer ruft an?"
Da vernimmt er eine Stimme,
Und die brummt: "Der Weihnachtsmann!"

Oh!" ruft Ladislaus erschrocken.
"Was darfs sein ich bitte sehr?"
"Eine schöne Puppenstube,
Eine Puppe und ein Bär!"

"Das ist alles noch zu haben!"
Ruft die Puppe Annabella.
"Kommen Sie zum Warenhause
Unten rechts, doch bitte schnell!"

Das ist eine Überraschung!
Ladislaus kämmt schnell den Schopf
Und die Puppe Annabella
Flicht ein Schleifchen in den Zopf.

Und schon zehn Minuten später
Kommt ein Schlitten, kommt ein Roß,
Und ein Alter steigt vom Schlitten,
Und ein Schlüssel knarrt im Schloß.

Ladislaus, der quiekt und jodelt,
Annabella lacht und singt,
Als der Weihnachtsmann die beiden
In den Pferdeschlitten bringt.

Grad in diesem Augenblicke
Kommt der brave alte Mann
Von der Wach- und Schließgesellschaft
Wieder zur Kontrolle an.

Höflich grüßt er die Gesellschaft,
Springt zurück ins Warenhaus,
Holt die schöne Puppenstube,
Und dann trägt er sie hinaus.

Leise sagt er zu der Puppe:
"Frohes Fest, mein kleines Kind!"
Während eine kleine Träne
in den großen Schnurrbart rinnt.

"Frohes Fest!" sagt Annabella.
"Frohes Fest sagt Ladislaus,
Dann wirds dunkel in dem Fenster
Unten rechts im Warenhaus.

(ich finde es total niedlich, vielleicht gefällt es dir ja auch!! -von Susann am 15.10.2005 bekommen)

Wenn du die kleine Hand mir gibst,

 

 die so viel Ungesagtes sagt,
hab ich dich jemals dann gefragt, ob du mich liebst?
Ich will ja nicht, dass du mich liebst, will nur dass ich dich nahe weiss
und dass du manchmal stumm und leis die Hand mir gibst.

 

 (Hermann Hesse)

 

( Von Barbara bekam ich dies Gedicht zu meinem 65. Geburtstage geschickt. --Danke, Barbara)

 

 
EIN KIND ERBLICKT DAS LICHT DER WELT
 
 
Es war einmal ein Kind, das bereit war, geboren zu werden.
Das fragte Gott:
 
"Wie soll ich auf der Erde leben,
wo ich doch so klein und hilflos bin?
Wie werde ich singen und lachen können,
um fröhlich zu sein?
Wie soll ich die Menschen verstehen,
wenn ich die Sprache nicht kenne?
Und wer wird mich beschützen?"
 
Und Gott antwortete dem Baby...
 
"Ich habe für dich einen Engel ausgewählt,
der über dich wachen wird, bis Du erwachsen bist.
Dein Engel wird für dich singen
und auch für dich lachen.
Und du wirst die Liebe deines Engels fühlen
und sehr glücklich sein.
 
Dein Engel wird dir die schönsten
und süßesten Worte sagen,
die du jemals hören wirst.
Mit viel Ruhe und Geduld
wird dein Engel dich lehren zu sprechen.
Dein Engel wird dich verteidigen,
auch wenn er dabei sein Leben riskiert."
 
In diesem Moment riefen Stimmen der Erde
den Namen des Babys und es sprach:
"Oh Gott, ich muss jetzt von dir gehen.
Bevor ich dich verlasse,
sage mir bitte den Namen meines Engels."
 
Und Gott sprach: "Ihr Name ist nicht wichtig.
Nenne sie einfach MAMA."

(Danke Andrea für das wunderschöne Gedicht,welches ich am 08.01.2003 von dir bekam. Es ist eine echte Bereicherung meiner Homepage)
 
 
DIE SCHRITTE
 
Klein ist, mein Kind, dein erster Schritt,
Klein wird dein letzter sein.
Den ersten gehn Vater und Mutter mit,
Den letzten gehst du allein.
Sei's um ein Jahr, dann gehst du, Kind,
Viel Schritte unbewacht,
Wer weiß, was das dann für Schritte sind
Im Licht und in der Nacht?
Geh kühnen Schritt, tu tapfren Tritt,
Groß ist die Welt und dein.
Wir werden, mein Kind, nach den letzten Schritt
Wieder beisammen sein.
 
(Albrecht Goes)
 
( Dieses Gedicht bekam ich von meiner Tochter Susann am14.01.2003 Danke, Sanni) 
 
 
BARFÜSSLE

 (Adelheid Stier)
 
Wenn's warm ist im Sommer und trocken dazu,
dann spar ich der Mutter die Strümpf und die Schuh´,
Die Strümpf und die Schuhe die kosten viel Geld
Und ich lauf gern barfuss wies Gänslein durchs Feld.

 
BADEWETTER
 
Heute ist das Wasser warm,
heute kann´s nicht schaden,
schnell hinunter an den See,
heute geh´n wir baden.
 
Eins-zwei-drei- die Hosen aus,
Stiefel, Wams und Wäsche,
und dann schnell ins Wasser rein,
grade wie die Frösche.
 
Und der schönste Sonnenschein
 brennt uns nach dem Bade
Brust und Buckel knusperbraun,
braun wie Schokolade.
 
(Aus meiner Zeit im Kindergarten)
 

 
HIMPELCHEN UND PIMPELCHEN ( Fingerspiel )
 
Himpelchen und Pimpelchen die saßen auf einem Berg.
(Beide Daumen zeigen)
Himpelchen war ein Heinzelmann
und Pimpelchen war ein Zwerg.

Sie blieben lange da oben sitzen
und wackelten mit ihren Zipfelmützen.
(Hände auf dem Kopf wie Mützen erscheinen lassen)
Doch nach 66 Wochen sind sie in den Berg gekrochen.
(Daumen zwischen den geballten Fingern verschwinden lassen )
Da Schlafen sie in süßer Ruh,
(Kopf auf die Hände legen )
nun seid mal still, und hört mal zu
CH!.... CH!.....CH!......
 
KIKERIKI !!!
(Hände zum Krähen an den Mund)
Noch viel zu früh!
(gähnen)
CH!.... CH!.....CH!…..
 
Lustig, lustig, tralalalala,
Himpelchen und Pimpelchen sind wieder da.
(fröhlich in die Hände klatschen)
 
Himpelchen sagt: "Ich bau´ mir ein Haus!"
(Mit den Händen das Haus Zeigen)
Pimpelchen sagt: "Ich auch, ich auch!"
Pimpelchen sagt: "Mein Haus ist nicht ganz gerad´ ist das aber schad!"
(anzeigen)
Pimpelchen sagt:"Und mein Haus ist krumm, ist das aber dumm!"
Da kommt der böse Pustewind und pustet alles weg geschwind.
(pusten)
Drauf kam der liebe Sonnenschein und macht die Häuschen wieder fein.
(Hände, wie die Sonne kreisen)

(Aus meiner Zeit im Kindergarten)
 
 
REGENWETTER

(Friedrich Halm)
 
Was ist das für ein Wetter heut,
es regnet ja wie toll.
Die Straße ist ein großer See,
die Gosse übervoll.
Trallala, trallala, die Gosse übervoll.
 
Der Sperling duckt sich unters Dach,
so gut er eben kann,
und Karo liegt im Hundehaus
und knurrt das Wetter an.
Trallala, trallala,und knurrt das Wetter an.
 
Wir aber haben frohen Mut
und sehn dem Regen zu
erzählen uns gar mancherlei,
daheim in guter Ruh.
Trallala, trallala, daheim in guter Ruh.
 
(Reime, Gedichte, Lieder)
 
 
DIE TAUSENDSCHÖNCHEN

(Fritz Bachmann)
 
Die Tausendschönchen blüh´n nicht mehr,
das Weizenfeld ist auch schon leer,
der Himmel macht ein trüb Gesicht,
die Sonne scheint heut wieder nicht.
 
Der Herbst, er ist ein Malersmann,
er malt die Blätter alle an.
Er malt die Äpfel auf dem Baum,
er malt die Birnen und die Pflaum.
 
Komm morgen früh zum Wiesenrain,
da sammeln wir Kastanien ein.
Dann bringen wir sie schnell nach Haus
und basteln schöne Sachen draus.

(Aus meiner Zeit im Kindergarten)
 
WO BIN ICH GEWESEN

(Johanna Trojan)
 
"Wo bin ich gewesen, nun rat einmal schön."
"Im Wald bist gewesen, das kann man ja seh´n.
Spinnweben am Kleid und Tannennadeln im Haar,
das bekommt doch nur der,
der im Tannenwald war."
 
"Was tat ich im Walde, sprich, weißt du das auch?"
"Hast Bärlein gepflücket vom Heidelbeerstrauch!"
Sieh nur, wie blau um dein Mündchen du bist,
das bekommt man doch nur,
wenn man Heidelbeern isst."
 
(Aus Lieder , Gedichte, Geschichten)
 
 
Das Büblein auf dem Eis
 
(v. Friedrich Güll)
 
Gefroren hat es heuer noch gar kein festes Eis.
Das Büblein steht am Weiher
und spricht zu sich so leis:
"Ich will es einmal wagen,
das Eis, es muss doch tragen,
Wer weiß.....
 
Das Büblein stampft und hacket
mit seinen Stiefelein.
Das Eis auf einmal knacket,
und krach, schon bricht´s hinein.
Das Bübchen planscht und krabbelt,
als wie ein Krebs und zappelt
mit Arm und Bein.....
 
"O, helft, ich muss versinken
in lauter Eis und Schnee,
o, helft, ich muss ertrinken
im tiefen, tiefen See!"
Wär nicht ein Mann gekommen,
der sich ein Herz genommen
O,WEH!!.....
 
Der packte es beim Schopfe
Und zieht es dann heraus,
vom Fuße bis zum Kopfe
wie eine Wassermaus.
Das Büblein hat getropfet,
der Vater hat geklopfet,
es aus!.....
 

 
DER KLEINE WEIHNACHTSMANN
 
Ich bin der kleine Weihnachsmann,
der euch was schönes bringen kann.
In meinem Pelz hab ich zwei Taschen,
in einer allerlei zum naschen.
 
Autos, Puppen, Bücher, Wagen,
Pferdchen, die einen Reiter tragen.
Schuren, Schnarren und Trompeten,
die lustig knarren, spielen, flöten.
 
Wer artig war in diesem Haus,
 der darf sich suchen das Beste aus
TÄTERÄTÄÄÄÄ.   TÄTERÄTÄÄÄÄ
 TÄTERÄTÄÄÄÄ
 
 
WINTERS ANKUNFT
 
Im weißen Pelz der Winter
steht lange schon vor der Tür.
"Ei, guten Tag, Herr Winter, das ist nicht hübsch von dir.

Wir meinten, du wärest wer weiß, wie weit,
Da kommst du auf einmal hereingeschneit.
Nun, da du hier bist, da mags schon sein,

aber was bringst du uns Kinderlein?"
"Was ich euch bringe, das sollt ihr wissen,
 Fröhliche Weihnacht mit Äpfel und Nüssen!"
 
 
IN EINEM KLEINEN APFEL

(Else Fromm)
 
In einem kleinen Apfel
da sieht es niedlich aus,
es sind darin vier Stübchen,
grad´ wie in einem Haus.
 
In jedem Stübchen wohnen
zwei Kernchen, braun und klein,
sie liegen drin und träumen
vom lieben Sonnenschein.
 
Sie träumen auch noch weiter,
gar einen schönen Traum,
wie sie einst werden hängen
am lieben Weihnachtsbaum
 
(Aus meiner Kindheit)

 
 
Die drei Spatzen(v. Christian Morgenstern)
 
In einem leeren Haselstrauch
sitzen drei Spatzen Bauch an Bauch.
Der Erwin rechts und links der Franz
Und mittendrin der freche Hans.

Sie haben die Augen zu, ganz zu
Und oben drüber, da schneit es "HU!"
Sie rücken zusammen dicht, ganz dicht.
 So warm wie der Hans hat's niemand nicht.

Sie hören alle drei ihrer Herzlein Gepoch.
Und wenn sie nicht weg sind, dann sitzen sie noch.
 
 
DIHOLTER DIPOLTER
 
Diholter, dipolter, wer stapfst durch die Tann,
diholter, dipolter, der Weihnachtsmann.
Sein Mantel ist rot und die Taschen sind weit,
die Nase ist blau und sein Bart ist verschneit.
 
Diholter, dipolter, was zieht er so schwer,
er zieht einen Schlitten dicht hinter sich her.
Voll Äpfel, voll Nüsse, voll zuckrichem Schmaus
. Zuoberst da guckt eine Puppe heraus
 
Für wen schleppt der Alte das alles heran,
Für jeden, ders wert ist und tut, was er kann.
Der Vater kriegt Hosen, die Mutter kriegt Schuh
. Kathrinchen ein Kleid und den Rest, den kriegst du.
 
Diholter, depolter, wer rüttelt am Haus,
wer schüttelt den Schnee aus dem Mantel heraus
. Wer stapfst übern Flur und wer klopft bei uns an.
Diholter, dipolter, der Wehnachtsmann!!
 
 
 
ÜBERRASCHUNG
 
Es war gestern Abend, so um halb sieben,
Mutter war grade beim Kaufmann drüben,
Da poltert etwas die Treppe hinauf
 und klopft an die Tür und macht sie auf.

Knecht Ruprecht war's, er kam herein,
 und denkt euch, ich war ganz allein.
 Er brummte etwas von Weihnachtslieder,
da rutschte ich schnell vom Stuhle nieder

 und sang das Lied von der stillen Nacht,
Da hat er aber Augen gemacht.
Er schenkte mir Nüsse und Pfefferkuchen und brummte:
"Ich werd dich bald wieder besuchen !

Grüß deinen Vater und Mutter recht schön."
Ich sagte fröhlich "AUF WIEDERSEHN"
 
 
DRAUSSEN WEHT ES BITTERKALT
 
Draußen weht es bitterkalt,
 wer kommt da durch den Winterwald?
Stipp, stapp, stipp, stapp, und huckepack.
Knecht Ruprecht ist´s mit seinem Sack.
Was ist denn in dem Sacke drin?
Äpfel, Nüsse und Rosien,
auch schöne Zucherrosen.
Die andern, die nicht artig sind,
die klopft er auf die Hosen.
 
 
VON DRAUSS, VOM WALDE
 
Von drauß, vom Walde komm´ ich her,
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr,
all, überall auf den Tannenwipfeln
 sah ich goldene Lichtlein plitzen.
 
Und oben, aus dem Himmelstor
 sah mit großen Augen das Christkind hervor.
Und wie ich so schritt durch die finsteren Tann,
 riefs mich mit heller Stimme an:
 
"Knecht Ruprecht, rief es, alter Gesell,
hebe die Beine und spute dich schnell.
Die Kerzen fangen zu brennen an,
 das Himmelstor ist aufgetan.
 
Alt und jung sollen nun
 von der Arbeit etwas ruhn
Und morgen komm´ich hinab zur Erden ;
Denn es soll wieder Weihnachten werden.
 
 
 
DAS CHRISTKIND
 
Denkt euch, ich habe das Christkind gesehn,
es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit gefrorenem Näschen.
Die kleinen Händchen taten ihm weh;
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
den schleppt es und poltert es hinter sich her.
Was drinnen ist, wolltet ihr wissen,
 ihr Naseweise, ihr Schelmenback.
Meint ihr, es wäre offen der Sack?
Zugebunden- bis obenhin,
doch war gewiß was schönes drin;
denn es roch so nach Äpfeln und Nüssen.
 

 DAS WUNDERHAUS

(Erika Engel)
 
Die Schule ist ein Wunderhaus:
Dumm geht man rein, kommt klug heraus.
Das Wunder muss ich mir beseh´n,
ich darf jetzt auch zur Schule gehen.
 
Der Lehrer ist ein kluger Mann,
der uns das Wunder zeugen kann..
Er weiß so vieles, er versteht
die Zahlen und das Alphabet.
 
Daheim der Teddy tut mir leid,
er wird im Leben nie gescheit.
Ich geh´ zur Schule und ich weiß:
Das ganze Wunder ist der Fleiß
 
(Aus Reime Gedichte Geschichten)

 
SCHULANFANG
 
Zweiundzwanzig neue Schüler seh´n wir heut´ zur Schule geh´n.
Jeder lässt auf seinem Rücken stolz sein neues Ränzlein seh´n.
 
"Könnt ihr denn schon stille sitzen, Zappelfred  und Kippelklaus,
werdet ihr auch nicht vergessen, was ihr lernen sollt zu Haus?"
 
"Macht euch nur nicht do viel Sorgen, mit dem Zappeln ist es aus,
 morgen schon, ihr werdet sehen, bringen wir ´ne eins nach Haus."
 
( Aus meiner Arbeitszeit im Kindergarten in Löbejün )
 

  ein Auszug aus Khalil Gibrans "Der Prophet" Kapitel "Kinder" ist.

  Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Es sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht ..
. Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein,
aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es beim Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden

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DER KASPAR

Der Kaspar ist ein lust´ger Mann, schaut alle einmal her.
: er ist aus Holz und darum fällt ´s marschieren ihm so schwer. :

Die Zipfelmütz´ wippt hin und her, wenn er den Kopf bewegt,
: und wer nicht aufpasst, kriegt einen Schlag, wenn er die Arme hebt.:

Auch tanzen kann der Hampelmann im Takte gar zu gut,
: doch fasst ihn nur mit Vorsicht an, sonst geht er euch kaputt.:

 Aus meiner Zeit im Kindergarten



 HAMPELMANN

 


Hampelmann, Strampelmann, nimm dich in Acht,
wer hampelt und strampelt, der wird ausgelacht.
Hampelmann, Strampelmann, seid doch mal still,
weil ich in Ruhe dich ansehen will.

Jacke und Hose sind grün ,wie das Gras.
Rot sind die Haare, so rot, wie die Nas´,
blau ist die Mütze und gelb sind die Schuh´,
Hampelmann, Strampelmann, lustig bist du.

Aus meiner Zeit im Kindergarten




Kinder v. Bettina Wegener

Sind so kleine Hände, winzge Finger dran.
Darf man nicht drauf schlagen,
sie zerbrechen dann.

Sind so kleine Füße, mit so kleinen Zehn.
Darf man nicht drauf treten,
können sonst nicht geh`n.

Sind so kleine Ohren, scharf, und ihr erlaubt,
darf man nicht zerbrüllen,
werden davon taub.

Sind so kleine Münder, sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten,
kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen, die noch alles seh`n.
Darf man nie verbinden,
könn`sie nicht versteh`n.

Sind so kleine Seelen, offen und ganz frei.
Darf man niemals quälen,
geh`n kaputt dabei.

S`ist so`n kleines Rückrat, steht sehr fest noch nicht.
Darf man niemals beugen,
weil es sonst zerbricht.

Gerade, wahre Menschen wär`n ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückrat
hab`n wir schon zu viel.

Dieses Gedicht hatte meine Tochter aus ihrer Studienzeit mitgebracht



SCHNEEWITTCHEN (Singspiel)

Eine böse Königin fragt ihr Spieglein leise:
"Sag, ob ich die Schönste bin,
Spieglein wahr und Weise."

Spieglein sagt:
"Das kann nicht sein, hinter hohen Bergen,
wohnt Schmeewittchen wunderfein
bei den sieben Zwergen."

Da erschrak die Königin, lief viel´ hundert Meilen,
wollt wie eine Hökerin
zu Schneewittchen eilen.

Reichte ihr ein Äpflein dar, wollt die Maid verderben,
weil das Äpflein giftig war,
musst Schneewittchen sterben.

Und die Zwerge hielten Wacht an dem Sarg aus Glase,
und mit ihnen Tag und Nacht
weinten Reh und Hase.

Und in wunderbarer Stund´ kam ein Prinz zum Walde,
küsst Schneewittchen auf den Mund,
sie erwacht gar balde.

Feierte das ganze Land und zum Hochzeitsfeste
war´n die sieben Zwerge all´
liebe frohe Gäste.

Aus meiner Arbeitszeit im Kindergarten in Löbejün



FRAU HOLLE(Singspiel)

Frau Holle, Frau Holle, die wohnt im Wolkenhaus.
Sie schüttelt alle Tage die Federbetten aus.

Wirbelt Federn, nah und fern,
weiße Flocken hab´ich gern!
Schwebt hinaus, fliegt so weit,
dass es auf der Erde schneit


Frau Holle, Frau Holle, ein Mädchen will zu dir.
"Tritt ein und sei willkommen, viel Arbeit gibt es hier!"

Wirbelt Federn.....

"Frau Holle, Frau Holle, ein Jahr ist nun vorbei."
"Da nimm von meinem Golde als Lohn für Fleiß und Treu!"

Wirbelt Federn.....

Frau Holle Frau Holle, der Hahn schreit "Kikeriki!
Zu Hause ist sie wieder, die fleiß´ge Goldmarie!"

Wirbelt Federn .....

Frau Holle, Frau Holle, ein Mädchen kommt herauf.
"Tritt ein und sei willkommen, ich geb ´dir Arbeit auf´!"

Wirbelt Federn.....
"Frau Holle, Frau Holle, die Arbeit ist zu schwer!"
"Geh´ heim zu deiner Mutter, ich mag dich gar nicht mehr!"

Wirbelt, Federn.....

"Frau Holle, Frau Holle, wo bleibt mein goldener Lohn!"
"Halt auf die große Schürze, das Pech es rieselt schon."

Wirbelt Federn.....

Frau Holle, Frau Holle, der Hahn schreit "Kikeriki!
Zu Hause ist sie wieder die faule Pechmarie!"

Wirbelt Federn nah und fern,
weiße Flocken hab´ich gern ,
fliegt hiaus, fliegt so weit,
dass es auf der Erde schneit.




Dieses Singspiel stammt aus meiner Arbeitszeit im Kindergarten


DER KLEINE REGENWURM

Bei Regenwetter und bei Sturm
Da wollt ein kleiner Regenwurm
Die Straße überqueren
Er ließ sich nicht belehren.

Die Mutti sagte:"Bleibe hier!"
Jedoch das kleine dumme Tier
gab nichts auf diese Stimme,
und das war grad das Schlimme.

Die Straße ist kein Tummelplatz,
zur Not vielleicht noch für den Spatz
Denn solch ein Spatz kann fliegen
und ist nicht leicht zu kriegen.

Der kleine Wurm ist schlechter dran,
weil doch ein Wurm nicht fliegen kann,
war noch so jung an Jahren
und wurde überfahren.

Dieses Gedicht lernte meine Enkeltochter im Kindergarten.(1996)



Der Igel

Am Sonntag hat mein Vati im Garten Gras gemäht,
wisst Ihr, wer nun am Abend im Heu spazieren geht.
Ein pi-pa-putziger Igel im Sti-Sta Stachelkleid,
ein pi-pa-putziger Igel im Sti-Sta-Stachelkleid.

Nun stell ich jeden Abend ein Schälchen Milch vors Haus
Das schleckert unser Igel mit viel Vergnügen aus.
Ei. pi-pa- putziger Igel im Sti-Sta- Stachelkleid,
ein pi-pa-putziger Igel im Sti-Sta-Stachelkleid.

Am liebsten wär´ der Dackel mit ihm herumgetollt,
da hat der kleine Igel zur Kugel sich gerollt.
Ein pi-pa-putziger Igel im Sti-Sta-Stachelkleid,
ein pi-pa-putziger Igel im Sti-sta-Stachelkleid.

Im Winter schläft der Igel ganz tief im Gras versteckt,
bis ihn die Frühlingssonne mit goldnen Strahlen weckt.
Ein pi-pa-putziger Igel im Sti-Sta-Stachelkleid,
einpi-pa-putziger Igel im Sti- Sta- Stachelkleid.

Aus meiner Arbeitszeit im Kindergarten

DER STAR (v. Inge Feustel)

Es war einmal ein Star,
der pfiff das ganze Jahr,
Im Sommer sang er in Berlin,
im Winter-na, das weißt du ja,
 da sang er frech in Africa




FLIEGENPILZE 

Fliegenpilze, niemand will se
und doch sind sie schön.
Rote Hütchen, weiße Jübchen,
die ihm reizend sten´n,
Mutti spricht:
"Ei ja .ei ja, giftig sind die Dinger da.
Fliegenpilze, niemand will se, und doch sind sie schön."

Fliegenpilze, niemand will se
und doch sind sie schön.
Rote Hütchen, weiße Jübchen,
reizend anzuseh´n,
Papa warnt:
"Fasst sie nicht an, s´ist ein böses Gift daran.
Fliegenpilze, niemand will se, und doch sind sie schön."

Dieses Lied ist mir noch von meiner
Kindheit in Erinnerung


FLIEGENPILZE(2.Version)

Fliegenpilze, keiner will se, ach wie sind sie schön.

Rotes Jäckchen, weiße Fleckchen, niedlich anzuseh`n,

und da spricht die Frau Mama,

giftig sind die Dinger da.

Esst sie nicht, sonst wird`s euch schlecht,

nun wisst ihr es recht.

 

Habt ihr erst davon gegessen, ach wie tut das weh,

überall verspürt ihr Schmerzen, bis zum großen Zeh.

Kommt der Onkel Doktor dann,

mit der großen Brille an.

Schreibt auf einen langen Zettel: “Bittre Medizin“.

 

Immer wieder müsst ihr schlucken, ach das ist ein Graus

immer wieder müsst ihr schlucken, bis das Gift heraus,

bis ihr wieder tanzen könnt,

fröhlich über die Wiesen rennt.

Denkt noch immer hier zurück

an das Missgeschick

 

(Diese Version schickte mir eine Homepagebesucherin am4. September 2006)

 

WATSCHELENTE

Wi-wa-wiwa-Watschelente,
wenn ich dich nur fangen könnte,
lustig jagen wir herum,
unser Entchen ist nicht dumm.

Entchen watschelt durch die Pfützen,
ich muss immer schneller flitzen,
springt es in den See hinein,
muss die Jagd zu Ende sein.

"Tiere darf man gar nicht jagen!"
hörte ich den Vater sagen,
darum lass ich dich in Ruh´,
kleine Watschelente du.

(aus meiner Arbeit in Kindergarten)


FRAU HUMMEL( Singspiel)

(v.Erika Hartung)

Ich bin die Frau Hummel und bitt´ dich Kathrinchen,
komm mit mir zum bummeln, du fleißiges Bienchen.
Summsumserumsum-summ-summ-summ-summ-summ

Ich geh´ nicht zum bummeln, zum gucken und gaffen,
bald will ich mich tummeln zum sammeln und schaffen
Summ------.....

Ich sammle für alle, die Honig gern schlecken
Und stech´ nur im Falle, sie schlagen und necken
Summ------....



 DER HAMPELMANN 

Als ich zur Schule ging, war ich ein pfiffig Ding,
was mir der Lehrer lehrt, ich hab´ nicht zugehört;
denn unterm Tisch im Nu dreht ich mit seelenruh
mir einen Hampelmann, mit dem man tanzen kann

: Püppchen klein, artig sein, ich hab´ dich lieb,
du bist mein ganzes Leben, dir bin ich treu ergeben :


Und als dann grau das Haar und krumm der Rücken gar,
da blieb von dem, was jung nur die Erinnerung,
Großmutter wird man schnell, manch Enkel kommt zur Stell,
manch kleiner Hampelmann, mit dem man tanzen kann.

: Püppchen klein, artig sein, ich hab´dich lieb,
du bist mein ganzes Leben, dir bin ich treu ergeben. :


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In ein Taschentuch, möglichst groß, wird an allen 4 Ecken ein Knoten gebunden.
2 für die Hände, 2 für die Füße.
Zwischen den Händen wird noch für den Kopf ein Knoten geknüpft.
Nun fasst man die Fußknoten an und dreht das Ganze. So entstehen die Beine. Nun man kann das Püppchen in die Arme nehmen u. wiegen. Wenn man das Lied singt, sollte man die Knoten schon vorbereitet haben.
Meine Mutter lernte uns das u. wir hatten immer viel Spaß daran .


 

BURATINO

Stets zu einem Streich bereit, streckt die lange Nase weit,
baue Hose, rote Schuh´,
Butatino, das bist du.

Munter ist den ganzen Tag, der, der niemals weinen mag,
tanzen möchte er ohne Ruh´,
Buratino, das bist du.

Er kommt aus dem Sowjetland, das ist allen wohlbekannt.
Freund der Kinder immerzu,
Buratino, das bist du.

Buratino, Matroschka, Weltraumflieger kennt ihr ja,
allen Kindern auf der Welt
solches Spielzeug gut gefällt.

Aus meiner Arbeitszeit im Kindergarten

 ESKIMO

Eskimo, Eskimo, kleiner, dicker, Eskimo,
was macht ihn denn so froh.
Sein Vater fing den großen Wal
und er bekam zum ersten Mal
den fetten, gelben Lebertran,
das hat´s ihm angetan, das hat´s ihm angetan.

Fett beschmiert, Fett beschmiert,
er hat sich mit Fett beschmiert,
damit er nicht so friert,
und seinen kleinen runden Bauch
den wärmt der Tran von innen auch,
er glänzt vor Freude und vor Fett
und will heut´nicht ins Bett und will heut´ nicht ins Bett

Dieses Lied stammt aus meinem kurzen Schulbesuch in Bremen (1949)



Beim Einkauf

Zur kleinen Emma sagt Mama:"Ich muss dir jetzt was sagen,
du solltest mal zum Kaufmann geh`n und nach Rosinen fragen.
Du weißt, die Tante Erna will morgen uns besuchen,
drum back´ ich auf die Schnelle,
noch einen Käsekuchen.
Doch solltest unterwegs du nicht
von den Rosinen naschen.
Und bring´ auch schwarze Seife mit,
wir wollen nächstens waschen."

Die kleine Emma ging, wie Mutter ihr befohlen
und sagte immer vor sich hin, was sie im Korb sollt´ holen.
Im Laden sagt sie dann ganz laut mit ernster und wichtiger Miene:
"Ich möchte für den Kuchen schwarze Seife,
und für die Wäsche, da will ich Rosinen."


Aus dem Gedichtschatz meiner Mutter

 DAS MALHEUR

Zu Kaufmann Brix kam neulich fix
ein blondes Lockenköpfchen.
Sie machte einen art`gen Knicks
und zeigt ein braunes Töpfchen.

Für dreißig Pfennig Fliegenleim.
Jawohl, mein kleines Schätzchen,
trag´es nur recht behutsam heim,
kriegst auch ein Zuckerplätzchen.

Er füllt das Töpfchen bis zum Rand
So, lass es nur nicht rutschen,
und gibe´der Kleinen in die Hand
und auch etwas zum nutschen.

Doch als die Kleine nun will geh´n,
zupft er ihr sanft am Zöpfchen.
Das Geld hab´ich noch nicht geseh´n!
Das Geld,
das lag im Töpfchen!!

Aus dem Gedichtschatz meiner Mutter




DAS KRANKE KLÄRCHEN ( humorvoll)

Die Bonne kommt herein gelaufen:
"Ich weiß nicht, was das Klärchen hat.
Ich könnte mir die Haare raufen .
Ich bin ganz trostlos desperat.

Noch in der letzten Viertelstunde
war sie so munter und vergnügt,
indessen mit verzerrtem Munde
und schreiend jetzt und weinend liegt.

Sie kann nicht stehen auf den Beinen,
sie legt sich hin, bei jedem Schritt.
Ach, - wollen Sie nicht sehen, Gnädigste,
ich bitt` Sie, kommen sie doch mit."

Die Mama stürzt ins Kinderzimmer,
zum nächsten Doktor wird geschickt.
Die Kleine liegt in Schrein und Angstgewimmer,
vom vielen Weinen fast erstickt.

Sie kann nicht stehen auf den Beinen,
sie legt sich hin, der Länge nach,
Mama und Kind und Bonne Weinen.
Ja, selbst dem Doktor wird ganz schwach.

Man legt die Kleine auf die Kissen,
zur Untersuchung schreitet man,
das Kleidchen wird herabgerissen
und alles hält den Atem an.

Doch was sie da jetzt nun entdecken,
da kann es ja nicht anders sei,
denn Klärchens beide Beine stecken
zusammen in einem Hosenbein. :-)



Ursprung des Gedichtes liegt bei meiner Urgroßmutter.
( zur Belustigung aller wurde es oft vorgetragen )


 

DIE MUTTER AN DER WIEGE 

Text : M. Claudius Musik: Carl Loewe

Schlaf, holder Knabe, süß und mild!
Du, deines Vaters Ebenbild.
Das bist du; zwar dein Vater spricht,
du habest seine Nase nicht.

Nur eben jetzo war er hier
Und sah dir in`s Gesicht und sprach:
"Viel hat er zwar von mir,
doch meine Nase hat er nicht."

Mich dünkt es selbst, sie ist zu klein,
doch muss es seine Nase sein;
denn wenn`s nicht seine Nase wär`,
wo hätt`st du denn die Nase her?

Schlaf, Knabe! Was dein Vater spricht,
spricht er wohl im Scherz.
Hab immer seine Nase nicht,
und habe nur sein Herz!

Dieses Lied bekam ich aus Petronella Grunewalds(Holländerin) Liederschatz.
Sie sang es oft zu Familienfeiern
 


MEIN KÄTZCHEN.(Aus der Kindheit-Friedrich Frebel)

 Ja, das Kätzchen hat gestohlen und das Kätzchen wird ertränkt.

Nachbars Peter sollst du holen, dass er es im Teich versenkt.

Nachbars Peter hat´s vernommen, ungerufen kommt er schon.

„Ist die Diebin zu bekommen, gebe ich ihr gern den Lohn!“

 

„Mutter, nein, er will sie quälen, gestern warf er schon nach ihr.

Bleibt nichts anders mehr zu wählen, so ertränk ich selbst das Tier.“

Sieh, das Kätzchen kommt gesprungen, wie es glänzt im Morgenstrahl,

lustig hüpft´s dem kleinen Jungen auf den Arm, zu seiner Qual.

 

„Mutter, lass das Kätzchen leben, jedes Mal, wenn´s dich bestielt,

 sollst du mir kein Frühstück geben, - sieh nur, wie es artig spielt.“

„Nein!  der Vater hat’s geboten, hundert Mal ward ihr verziehn.“

„Hat sie doch vier weiße Pfoten.“ Einerlei, ihr Tag erschien.

 

„Nachbarin, ich folg ihm leise, ob er es auch wirklich tut.“

Peter spricht´s in hämscher Weise und der Knabe hört´s mit Wut.

Überall, auf jedem Platze bietet er sein Liebchen aus,

 aber keiner will die Katze, jeder hat sie längst im Haus.

 

Ach, jetzt ist er schon am Teiche, und sein Blick, sein scheuer schweift,

ob ihn Peter noch umschleiche. Ja, er steht von fern und pfeift.

„Nun, wir müssen alle sterben, Großmütterchen ging dir voraus

Und du wirst den Himmel erben, klopfe nur, sie macht dir auf!“

 

Jetzt, um sie recht tief zu betten, wirft er sie mit aller Kraft,

 Doch zugleich, um sie zu retten, springt er nach, als er´s vollbracht.

Eilte Peter nicht, der Lange, gleich im Augenblick herzu,

 fände er, es ist mir bange, hier im Teich die ew´ge Ruh.

 

In das Haus zurückgetragen hört er auf die Mutter nicht,

 schweigt auf alle ihre Fragen, schließt die Augen, trotzig, dicht.

Von dem Zucker, den sie brachte, nahm er zwar zerstreut ein Stück,

doch den Tee, den sie ihm machte, weist er ungestüm zurück.

 

Welch ein Ton? Er dreht sich stutzend, und auf einer Fensterbank,

 spinnend und sich emsig putzend, sitzt sein Kätzchen blitzeblank.

„Lebt sie, Mutter?“ „Dem Verderben warst du näher, Kind, als sie.“

„Und sie soll auch nicht mehr sterben?“ „Trinke nur, so soll sie´s nie.“

 

Dieses Gedicht lernte ich in der 3. Klasse, also 1948. Es stand in meinem Lesebuch. 

VERGISS ES NIE

(V. Jürgen Werth )

Vergiss nie, dass du lebst, war keine eigene Idee.
Vergiss nie, dass du atmest, war kein Entschluss von dir.
Vergiss nie, dass du lebst, war eines anderen Idee,
dass du atmest, ein Geschenk an dich.

Vergiss nie, niemand denkt und fühlt und handelt so, wie du
und niemand lächelt so, wie du´s grad tust.
Vergiss nie, niemand sieht den Himmel ganz genau, wie du
und niemand hat je, was du weißt, gewusst.

Vergiss nie, dein Gesicht hat niemand sonst auf dieser Welt
und solche Augen hast alleine du.
Vergiss nicht, du bist reich, egal ob mit, ob ohne Geld;
denn du kannst leben, niemand so, wie du.

Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls oder Laune.
Der Natur egal, ob du dein Lebenslied
in Moll singst oder Dur.
Du bist ein Geschenk Gottes,
ein geniales noch dazu
Du bist du

Dieses Gedicht entnahm  ich einem Kalender des Dölauer Krankenhauses( 08.05.2001)

GEBURT


Menschenjunges, dies ist dein Planet.
Hier ist dein Bestimmungsort,
kleines Paket.
Freundliches Bündel,
willkommen herein.
Möge das Leben hier gut zu dir sein!

( R.Mey )

FRITZCHEN (v. M Fegesche)

Die Schule ist aus
Und der Bub kommt gesprungen,
Da jauchzt das Leben durchs Haus,
Und die Mutter umfasst ihren Jungen.
Er ist in der Schule noch ungewohnt,
Aber er strahlt, als hätte sich schon
Heute die Sache gelohnt.

Und  die Mutter sieht stolz auf den Sohn,
Als er sagte:" Ich bin immer der erste gewesen!"
"Wobei denn? Beim Schreiben und Lesen,
Beim Rechnen wohl gar?"-
Sie glättet dem Windfang das Haar.
Und er triumphiert in ihr Fragen hinein:
"Auf dem Schulhofe, Mütterlein!"

(Aus der Kinderstube kleiner und großer Leute)



KLEINE MAUS

In dem Busch da raschelt es,
leise schleicht ne Maus dahin,
hat im Mund ein Stück Geselchtes,
und lacht nur so vor sich hin.

Mäuslein, was hast du getan?
Komm, schau mich mal gerade an!
Welchen Schabernack hast du getrieben?
Warst wohl wieder unter Dieben!

Nein, es war alles ganz fair,
ich hatte Hunger und wollte mehr!
Und dies leckere Stück hab ich gefunden,
dies alles erst vor ganzen drei Stunden!

Doch gefährlich war es auch,
Ist doch bei Mäuschen so der Brauch!
Werden gejagt wo man sie sieht,
wie so ein kleiner Hühnerdieb!

Aber mir ist es doch gelungen,
hab das leckre Fleisch erwischt.
Aber mit dem Leben gerungen,
lag ja auf einem Schnappetisch!

Mausefalle nennt man´s auch,
das Leben fast nur ein Hauch,
aber ich war wieder schneller,
die Falle ist nun leer im Keller!

H.M. Gedankenwelt

Fasching im Kindergarten (Hanna Künzl)

Omas alter Hut ist weg,
mit der grünen Schleife.
Opa sucht seit gestern
 schon seine lange Pfeife.

Muttis Kittelschürze fehlt,
Tante sucht die Brille.
Lutz im Kinderzimmer ist
 recht verdächtig stille.

Was das zu bedeuten hat?
Das Faschingsfest ist nah!
Und wenn Lutz gefeiert hat,
 ist alles wieder da!


(Aus meiner Zeit im Kindergarten)


Das Brausebad

Seelenvergnügt in der Badewanne
sitzt uns're kleine süße Susanne.
Sie schäkert und planscht ein Meer,
eine ganze Sintflut um sich her.
Mama wird schon böse:
Na, warte, du Schlingel!
Srrr, geht draußen die Klingel.
Herrje, schon wieder mal; g'rad
immer, während ich, Suselchen, bad.
Sei recht artig, mein Herzblatt, ja?
Gleich ist die Mutti wieder da.
Und faß mir da oben den Griff nicht an,
denn das ist die Klingel zum
Weihnachtsmann.
Sie hängt an der Decke mit dicken Schnüren,
da darf, beileib, kein Kind dran rühren.
Sie geht. Suselchen, die nun allein ist,
wäscht ihre Seife, bis sie ganz klein ist,
zieht das Badelaken vom Tisch herunter
und schleift es durch alle Pfützen munter.
Doch schließlich wird ihr die Sache zu dumm,
sie dreht sich energisch zur Türe um
und ruft: Mama, Muttchen, du wolltest doch gleich pommen!
Suselchen hat nun genug geswommen!
Doch alles bleibt still; und da oben hängt der blitzblanke Griff.
Sie denkt: Ob ich mal ein bißchen dran zieh?
Ob der Weihnachtsmann wohl durch den Türspalt sieht?
Dann kann ich ihm gleich Bescheid sagen
wegen Ball und Puppenwagen.
Sachte, ganz sachte steigt sie auf
und reicht mit ihren dicken Patschen hinauf.
Oh, denkt euch, Kinder, was da geschah!
Es rieselt, es tröpfelt, es zischt, und es rauscht!
Huh, und so naß!
Huh, und so kalt!
Suselchen schreit, daß es häuserweit schallt.
Mama kommt gestürzt, Mama kommt geflogen.
Herrje, Suselchen hat die Brause gezogen!
Sie sitzt in der Wanne zu Tode erschrocken,
Wasser im Näschen und in den Locken!
Und während sie spricht, unter Tränen zerfließ
Der Weihnachtsmann hat mich mit Wasser begießt.
Doch hab ich nur ein bißchen geschellt
und mir bei ihm noch nichts bestellt.

(Diese 2. Version schickte mir eine Homepagebesucherin am26.03.2007)


GUTEN MORGEN



Der Hahn auf dem Hof und die Spatzen vorm Haus,
die lachen die kleinen Langschläferchen aus.
Nun schnell in die Strümpfchen, in Höschen und Kleid
"Guten Morgen, Frau Sonne, jetzt sind wie so weit!"
(Aus meiner Zeit im Kindergarten)


 VOM RIESEN TIMPETU ( V. Alwin Freudenberg)

Pst, ich weiß was, hört ´mal zu,
war einst ein Riese Timpetu.
Der arme Bursche hat oh Graus,
im Schlafe nachts verschluckt  ´ne Maus.

Er ging zu Doktor Isegrim:
" Ach, Doktor, mir geht's heute schlimm.
Ich Hab´ im Schlaf ´ne Maus verschluckt,
die sitzt im Bauch und kneift und zuckt!"

Der Doktor war ein kluger Mann,
man sah´s  ihm an der Brille an.
Er hat ihn in den Hals geguckt.
"Wie? Was?

´Ne Maus habt ihr verschluckt?
Verschluckt  ´ne Miezekatz dazu,
dann lässt die Maus
euch gleich in Ruh!"

ES WAR EINMAL EIN KLEINER MANN(3 Versionen dieses Scherzliedes)

1. Es war einmal ein kleiner Mann,
He, juch he,
Ein' große Frau, die wollt er han,
Hei di del dum, hei di del da,
Hop sa sas sa!
2. Die Frau, die wollt zum Tanzen gehn, . . . .
Der kleine Mann wollt auch mitgehn, . . . .

3. "Ei, Mann, du mußt daheime bleibn, . . . .
Mußt Schüsseln und Teller reibn, . . . .

4. Die große Frau vom Tanze kam, . . . .
Der kleine Mann ins Eck gleich sprang, . . . .

5. "Ei, Frau, ist denn noch nicht bald Zeit,
Daß du mir ein Brot abschneidst, . . . .?"

6. "Und eh ich dir ein Brot abschneid, . . . .
Mußt du den Gänsen Disteln schneidn, . . . ."

7. Er nahm die Sichel untern Arm, . . . .
Ging hungrig fort, daß Gott erbarm . . . .

8. Da wollt er zum Herr Pfarrer gehn, . . . .
Und wollte ihm sein Leid gestehn, . . . .

9. Was hat denn der Herr Pfarrer gsagt, . . . .?
Der hat ihn recht ausgelacht, . . . . 


 

 

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Text und Melodie aus Oberschwappach (Unterfranken) in Ditfurths "Fränkischen Volkliedern" II, Leipzig 1855; verwandt ist die aus der Umgegend von Prenzlau in der Uckermark stammende Weise in Erk-Irmers "Deutschen Volksliedern" I 2, Berlin 1838.   Vom 19. Jahrhunder zählt man an die 50 Fassungen des Pantoffelheldens Denkmal, meist von derberer Art. Eng verwandt ist die Süddeutsche Gruppe der sich um das niederösterreichische "'s Bed'lwaib'l wollt klärifiärt'n gehn" von 1819 scharenden Lieder. Eine entfernte Verwandschaft besteht (1. Strophe) mit dem im 16. Jahrhundert (ab "Graßliedlin" 1535) beliebten Lied "Es wollt ein Frau zum Weine gan". 

 

 


Es war einmal ein kleiner Mann
Es war einmal ein kleiner Mann, juppheidiheida,
der nahm sich eine große Frau.
Die Frau, die wollt’ zum Markte gehen,
der kleine Mann wollt auch mitgehn.
Und scherst Du Dich nicht gleich nach Haus,
und kehrst Du meine Stube aus.
Und als die Frau nach Hause kam,
da saß er in der Fensterbank
und leckte seinen Teller blank.
Da holt die Frau den Besenstiel
Und haut dem Mann ein Loch in’n Kopf.
Da holt der Mann die Nachbarin:
Meine Frau hat mich geschlagen,
wir woll’n uns wieder vertragen.

Es war einmal ein kleiner Mann,
heijupheidi,
der hatte eine große Frau,
hm-ha-hm.
Die Frau, die wollt' zum Tanzen geh'n,
heijupheidi,
der kleine Mann wollt' auch mitgeh'n,
hm-ha-hm.
Mann, du mußt zu Hause bleiben,
heijupheidi,
du mußt die Küh' und Kälber treiben,
hm-ha-hm.
Die Küh' und Kälber treib' ich nicht,
heijupheidi,
und auch zu Hause bleib' ich nicht,
hm-ha-hm.
Wo ist denn was zu essen?
Heijupheidi,
das hätt' ich bald vergessen,
hm-ha-hm.
Im Keller auf der Ofenbank,
heijupheidi,
da steht ein Topf mit Milch und Schmand,
hm-ha-hm.
Und als die Frau nach Hause kam,
heijupheidi,
da saß der Mann und leckte dran,
hm-ha-hm.
Da nahm die Frau das Stöckelein,
heijupheidi,
und schlug dem Mann aufs Röckelein,
hm-ha-hm.
Der Mann, der flog zum Fenster raus,
heijupheidi,
er flog bis in das Nachbarhaus,
hm-ha-hm.
Miene Frou, de häff mi schlaon,
heijupheidi,
dat häff de miene ook all daohn,
hm-ha-hm.


 

 

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